HUBER.HUBER

Copyright 2020 / 2021
huber.huber and the authors

NEWS

**** AUSSTELLUNGEN & PROJEKTE ****

vorschau/upcoming _______________________________________________

**** SOLO SHOWS 2022:
"IMAGINE", Universitätskirche Marburg DE ab 30.1.22
"Isla fantasma", DuflonRacz Bern ab 22.4.22
- In der Reihe 22: "Unfoldings", Kunstkasten Winterthur 27.5. -29.7.22
"Die Route wird neu berechnet", Kunsthalle Wil CH 6.11. - 18.12.22

**** Akkustik
Aux Losanges, Rözabord-Enderdorf 47, 7064 Tschiertschen, Schweiz

26. Februar – 06. März
Eröffnung Samstag 26. Februar 13 - 17 Uhr

Weitere Ausstellungsdauer 27. Februar - 06. März · 14 - 18 Uhr und 07. / 08. / 14. / 15. Mai · 13 - 17 Uhr

Der Kurator Luciano Fasciati bespielt zum zweiten Mal das Haus mit einer Gruppenausstellung. Beim Titel A??USTIK handelt es sich nicht um eine falsche Schreibweise, wie dies häufig zu beobachten ist. Vielmehr ist es ein Wortspiel der Begriffe Akku (wiederaufladbare Batterie) und Akustik (Lehre vom Schall). Somit wird das Wortspiel im Titel zum mehrfachen Stolperstein.

Mit eigens für das Aux Losanges konzipierten Werken nehmen die eingeladenen Kunstschaffenden auf die Besonderheiten des Orts Bezug. Zudem werden drei Positionen mit bereits bestehenden Werkbeiträgen in die Ausstellung integriert. Gezeigt werden Audio-Arbeiten und audiovisuelle Installationen.

Judith Albert · Asi Föcker · huber.huber / BucherSommerFriedli & Aeby · Pascal Lampert · Manfred Alois Mayr · Norbert Möslang · Ines Marita Schärer · Roman Signer · Timo Ullmann & Marco Baltisberger · Peter Conrad Zumthor

**** Die Badi
Museum Sankturbanhof, Theaterstrasse 9, CH-6210 Sursee

19.03.22 - 02.10.22
Vernissage: 18.03.22

Gruppenausstellung

Das Baden im offenen Gewässer, wie wir es heute kennen und lieben, ist bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts keine Selbstverständlichkeit. Erst mit den aufgeklärten Ideen über Gesundheit und Hygiene galt das Baden im Fluss oder See als allgemein gesellschaftsfähig, wenn auch weiterhin von der Kirche und den Behörden sorgsam beobachtet. Zu unsittlich für die einen, zu gefährlich für die anderen ist das Flussbad an der Sure ab 1921 das erste Freibad in Sursee. Mitte der 1920er Jahre verlagert sich das Baden an den See. Fortan schwimmen Frauen und Männer getrennt voneinander. Erst 1961 ersetzt ein gemischtgeschlechtliches Strandbad die bis dahin provisorischen Badeanstalten.

Die Ausstellung beleuchtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln die wohl wichtigste Freizeiteinrichtung des Sommers. Dabei basiert die Ausstellung auf historischen Quellen, Beobachtungen aus dem Alltag und gibt Auskunft über die unterschiedlichen Wissensbereiche, welche das Strandbad beschreiben, einordnen und untersuchen.

Kuratiert von Sarah Wirth

**** "Take Care: Kunst und Medizin - Schlüsselmomente der Medizingeschichte"
Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, 8001 Zürich

08.04. - 17.07.2022

Gruppenausstellung

Das Thema Gesundheit nimmt neben dem der Sicherheit, der Mobilität und des Klimas einen zentralen Platz in der öffentlichen Debatte ein. Und spätestens 2020 wurde uns vor Augen geführt, wie eng Gesundheitsfragen in einem globalen Zusammenhang stehen – als Konsequenz unserer veränderten Lebensumstände diagnostiziert der Philosoph Paul B. Preciado ein tiefgreifendes Bedürfnis nach neuen ästhetischen Formen des Begehrens. Die Beschäftigung mit dem physischen Befinden ist in der Kunst jedoch so alt wie die Kunst selbst, der sensible Körper ist da Arbeitsinstrument und Beobachtungsgegenstand zugleich. Kunst und Medizin sind zwei hochkomplexe Disziplinen, die unser Leben bereichern, gleichzeitig aber einen grossen Interpretationsbedarf aufweisen. Sie sind physisch unmittelbar und erzeugen Empathie, können aber auch grosse Distanz zwischen den Beteiligten herstellen. Ziel dieser Ausstellung ist es, die Kunst nicht als Illustratorin der Medizin walten zu lassen, sondern im gegenseitigen Dialog Verständnis für zwei unsere Gesellschaft mitkonstituierende Systeme zu fördern. In ihrer sinnlichintuitiven Interpretation kann die Kunst wesentlich dazu beitragen, ineinander verschränkte Systeme wie Körper, Krankheit und Genesung, Medizin und Umweltfaktoren begreifbar zu machen. Die Ausstellung zeichnet ausgewählte Schlüsselmomente der Medizingeschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach, mit Leihgaben medizinhistorischer Sammlungen sowie rund 80 künstlerischen Positionen.

Künstlerinnen und Künstler

Die Ausstellung umfasst die Positionen von 50 Künstlerinnen und Künstlern des 19. bis 21. Jahrhunderts, mit Abstechern zurück bis ins 15. Jahrhundert: Panteha Abareshi, Ilit Azoulay, Jean-Michel Basquiat, Judith Bernstein, Joseph Beuys, Louise Bourgeois, Rachal Bradley, Stefan Burger, Sophie Calle, Sabina Carraro, Georges Chicotot, Honoré Daumier, Jean Dubuffet, Albrecht Dürer, Max Ernst, Adolf Fleischmann, General Idea, Michael Günzburger, Anna Halprin und Ruedi Gerber, Barbara Hammer, Christoph Hänsli, Duane Hanson, Lynn Hershman Leeson, Damien Hirst, Ferdinand Hodler, Andreas Hofer, Hanspeter Hofmann, huber.huber, Anna Jermolaewa, Hennric Jokeit, Fritz Kahn, Martin Kippenberger, Paul Klee, Herlinde Koelbl, Bruce Nauman, MANON, Michelle Miles, Shana Moulton, Thomas Müllenbach, Matt Mullican, Meret Oppenheim, Uriel Orlow, Herbert Ploberger, Maria Pomiansky, Marc Quinn, Arnulf Rainer, RELAX chiarenza & hauser & co, Pipilotti Rist, Ana Roldán, Pamela Rosenkranz, Corinne L. Rusch, Talaya Schmid, Kiki Smith, Veronika Spierenburg, Jules Spinatsch, Lucy Stein, Daniel Spoerri, Rosemarie Trockel, Luc Tuymans, Varlin, Andreas Vesalius, Lotte Luise Volger, Christine Tien Wang, Nives Widauer.

laufend / ongoing______________________________________________

**** XXL Le dessin en grand
Musée Jenisch Vevey, Avenue de la Gare 2, CH-1800 Vevey

Du 15 octobre 2021 au 27 février 2022

Pierre Alechinsky, Marc Bauer, Pascal Berthoud, Céline Burnand, Frédéric Clot, Claude Cortinovis, Jean Crotti, Nicolas Fournier Andrea Gabutti, Michel Grillet, Marcel Gähler, Hipkiss, Alain Huck, huber.huber (Reto & Markus Huber), Martial Leiter, Anaïs Lelièvre, Luo Mingjun, Jean-François Luthy, Line Marquis, Ariane Monod Guy Oberson, Sandrine Pelletier, Joel Person, Françoise Petrovitch, Anne Peverelli, Didier Rittener, François Réau, Isabelle Schiper, Ante Timmermans, Maximilien Urfer, Rinus Van de Velde

L’exposition, consacrée au dessin contemporain de grand format, réunit près de vingt artistes qui accordent une place privilégiée à ce médium. Qu’implique pour l’artiste de dessiner en grand – in situ, sur papier, voire sur d’autres supports – et d’explorer les limites de sa création ? Qu’implique pour le visiteur d’être plongé dans la monumentalité du dessin, autrefois esquisse, discret, intime. L’exposition interroge le statut du dessin aujourd’hui et ses potentialités quand il se déploie dans des dimensions inédites.

Une exposition sous le commissariat de Nathalie Chaix, directrice, et de Pamella Guerdat, conservatrice adjointe Beaux-Arts.

Die Ausstellung, die der großformatigen zeitgenössischen Zeichnung gewidmet ist, versammelt fast zwanzig Künstler, die diesem Medium einen privilegierten Platz einräumen. Was bedeutet es für den Künstler, im großen Maßstab zu zeichnen – in situ, auf Papier, auch auf anderen Medien – und die Grenzen seines Schaffens auszuloten? Was bedeutet es für den Besucher, in die Monumentalität der Zeichnung einzutauchen? Die Ausstellung hinterfragt den Status der Zeichnung heute und ihr Potenzial, wenn sie sich in neuen Dimensionen entfaltet.

Eine Ausstellung, kuratiert von Nathalie Chaix, Direktorin, und Pamella Guerdat, Assistenzkuratorin für Bildende Kunst

**** Boogieman
Galerie Aarlo u Viggo, rue Roger de Lessert 1, 1164 Buchillon - CH

12.11.2021 - 12.2.2022

Artistes : Céline Burnand, Jacques Chessex, Kyril Gossweiler, Barthélemy Grossmann, Sébastien Guenot, huber.huber, Kasia Jackowska, Monique Jung, Ondine Jung, Moti, Sandrine Pelletier, Jean-Marie Reynier, Félix Stöckle, Caroline Vitelli, Iela Vuillet, Stéphane Zaech

Dans des tonalités noires et des senteurs crépusculaires, les œuvres de cette exposition collective nous rappellent que l’artiste n’est pas là que pour nous faire rire aux éclats, mais aussi pour nous interroger sur nos sensations les plus profondes.

Les œuvres présentées seront devant vous dans leur effroyable beauté afin de donner une piste qui nous aidera (peut-être) à sortir de la noirceur, pour ne pas craindre le crépuscule, pour nous guider - nous prenant par la main - vers la lumière.

**** il luf el visier digl art - der Wolf im Visier der Kunst
Casa d'Angel, Dado Baselgia 116, 7148 Lumnezia, Schweiz

03.07.2021 – 19.03.2022

Eine Ausstellung im Spannungsfeld zwischen Kunst und Aktualität. Der Wolf ist in unsere Täler zurückgekehrt. Wie gehen die Menschen als direkt Betroffene damit um?

Eine Ausstellung im Spannungsfeld zwischen Kunst und Aktualität. Der Wolf ist in unsere Täler zurückgekehrt. Wie gehen die Menschen als direkt Betroffene damit um? Wie können weniger Betroffene für die Situation sensibilisiert werden? Diese hochaktuellen Fragen erfordern praktische und politische Antworten, aber auch kulturelle Überlegungen. Denn Kunst und Kultur können in diesem Spannungsfeld als Brückenbauer fungieren und Raum für Reflexion und Austausch schaffen.

Die Ausstellung richtet den Fokus auf den Wolf in der historischen und in der zeitgenössischen Kunst. Schweizer Kunstschaffende haben sich seit der Rückkehr des Beutegreifers vermehrt mit ihm auseinandergesetzt. Reflektieren ihre Werke aber auch den öffentlichen Diskurs? Die Kunstausstellung lässt die unmittelbar betroffene Bevölkerung zu Wort kommen und integriert ihre Reaktionen und Kommentare. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Künstler*innen:

Mirko Baselgia, Alois Carigiet, Klodin Erb, Gabriela Gerber & Lukas Bardill, Michael Günzburger, huber.huber, Irma Ineichen, Barbara Jäggi, Laine & Heiskanen, Rachel Lumsden, Rochus Lussi, Christoph Maurer, J. H. Ridinger, David Shrigley, J.J. Sperli d.Ä., Tobias Stimmer, Sandro Livio Straube, Judit Villiger.

Curatura hospitonta: Gabriele Lutz

Trägerin: Fundaziun da cultura Lumnezia

**** LAST EXIT EDEN 2
Kunstausstellung in Sta. Maria Val Müstair

ab 22.5.2021
Öffnungszeiten täglich 12 bis 18 Uhr

2021 Neue Positionen: Johanna Bossart, Michael Fliri, Theres Liechti, Esther Schena, Dominik Zehnder
... und als weiterer Ausstellungsort die Muglin Mall unter der Leitung von Christiane Stemmer

Weiter zu sehen:
Denise Bertschi, Christine Camenisch | Johannes Vetsch, Nicole Dunn, huber.huber, Pascal Lampert, Vera Malamud, Isabelle Krieg, Marianne Engel, Filip Haag, Andreas Weber

Der erste Teil der Ausstellung eröffnete im Sommer 2020 mit den ersten Exponaten und wird während einiger Jahre natürlich wachsen. Gewisse Werke werden auch wieder verschwinden, die «Zerbrechlichkeit des Daseins» (so der Titel von huber.hubers Kunstwerk) wird auf allen Ebenen durchgespielt. Es wird Lesungen und Performances geben.

Das Ausstellungsgelände stellt das Schriftsteller-Paar Micha Friemel und Tim Krohn zur Verfügung. Sie führen in der vierhundertjährigen Chasa Parli eine Pension für Schreibende und Ruhesuchende. So prächtig wie das Haus ist der vierzehn Meter hohe angebaute Stall, zum dem ein vermutlich nochmals wesentlich älterer Wiesenkeller gehört. Nur einige hundert Meter entfernt ist ein weiterer Stall in ihrem Besitz, auch er vierhundertjährig und von bemerkenswerter, an eine Kathedrale erinnernder Architektur. All diese Räume – plus das Wiesland ringsum und ein Ladenlokal im Dorf – stehen für die Ausstellung zur Verfügung.

NEWS AND PROJECTS_____________________________________________________________

**** SamePlateDifferent
Für Miele Switzerland

Oktober 2021

Gemeinsam mit den Künstlern Pascal Möhlmann, Cécile Giovannini und Huber.Huber sowie Spitzenkoch Nenad Mlinarevic hat MIELE aus mehreren hundert Brockenhaus-Tellern ein einzigartiges Projekt geschaffen, bei dem Nachhaltigkeit sowohl künstlerisch als auch kulinarisch interpretiert auf eine neue, ungewohnte Art erlebbar wird.

Spitzenkoch Nenad Mlinarevic hat für SamePlateDifferent ein spezielles Viergangmenü basierend auf den Designs der Künstler Pascal Möhlmann, Cécile Giovannini und Huber.Huber kreiert. Jeder Gang repräsentiert in seiner Einheit zwischen Kunst und Kulinarik ein Statement zur Nachhaltigkeit. So wird diese auf eine ganz neue, ungewohnte Art erlebbar.

www.sameplatedifferent.ch

**** Gebana Swiss Collection

huber.huber für Gebana & Kunstbulletin

Lithografie, silber und schwarz
Blatt- und Bildmasse: 42 x 29,7 cm (A3)
Druck: Steindruckerei Wolfensberger, Zürich

Sold out / Ausverkauft

In ihren Collagen, Zeichnungen, Fotografien und Objekten befragen die Zwillingsbrüder Markus und Reto Huber das Verhältnis von Zivilisation und Natur, Kultur und Wissenschaft. Oft nutzen sie dabei Symbole aus der Kunstgeschichte, der Mythologie oder der Religion – zum Beispiel den Schmetterling. Das anmutig fragile Wesen steht traditionell für Wiederauferstehung und Unsterblichkeit. Das Obst hingegen, das der ‹Intelligenz der Vielen› zum Opfer fällt, ist ein Zeichen für Vergänglichkeit. Was vordergründig ästhetisch reizvoll wirkt, wird auf den zweiten Blick – wie so oft bei huber.huber – irritierend mehrdeutig.

Die ‹Gebana Swiss Collection› ist ein karitatives Gemeinschaftsprojekt von Kunstbulletin, Gebana, Thomi Wolfensberger und fünf namhaften Positionen der Schweizer Kunst. Mit den Einnahmen wird der Bau einer Fabrik zur Verarbeitung von Bio-Mangos und Bio-Cashews in Burkina Faso unterstützt. Für dieses Vorhaben hatte Gebana, die Pionierin für fairen Handel, das Crowdfunding ‹Walls Against Walls› mit internationalen Kunstschaffenden lanciert.

Auf Initiative des Kunstbulletins kommt jetzt Verstärkung aus der Schweiz hinzu: Mirko Baselgia, Vanessa Billy, huber.huber, Christina Hemauer und Roman Keller sowie Isabelle Krieg haben in enger Zusammenarbeit mit der renommierten Steindruckerei Wolfensberger ein neues Werk in einer limitierten Auflage von je 100 Stück konzipiert. Die Sondereditionen, die Themen rund um Nachhaltigkeit umkreisen, sind nur bis 30.11.2021 erhältlich.

**** VARIABLE DIMENSION @biennaleimmagine

New Video by huber.huber
game (2021)

VARIABLE DIMENSION @biennaleimmagine
Kuratiert von Andreas Gysin und Sidi Vanetti

DIMENSIONE VARIABILE ist ein Fenster zur neuen Sammlung digitaler Werke der Association of the Image Biennale, ein virtueller Raum, der immer offen und für die Öffentlichkeit online zugänglich ist.

DIMENSIONE VARIABILE, konzipiert und gestaltet von Andreas Gysin und Sidi Vanetti, wird mit einer ersten Reihe von Arbeiten im Grenzbereich von Fotografie und Video eröffnet. Die vorgestellten Künstler sind: Alan Butler, Dries Depoorter, huber.huber, Hans Knuchel, Dirk Koy, Isabelle Krieg, Onorato & Krebs und Penelope Umbrico.

Die Sammlung des Vereins Biennale dell'immagine wird periodisch mit neuen digitalen Werken bereichert, die bei anderen Schweizer und internationalen Autoren in Auftrag gegeben werden.

**** Publikumspreis Biennale Weiertal 2021
Biennale VORÜBER_GEHEND, Idylle und Künstlichkeit

Verleihung Publikumspreis Biennale Weiertal 2021

Wer hat das Thema der Idylle und Künstlichkeit nicht nur augenfällig , sondern auch kreativ und augenzwinkernd und zugleich sozialkritisch umgesetzt? Das Publikum war sich einig: von den vielen abgegebenen Voten gingen ein viertel der Stimmen an das Künstlerduo huber.huber für «Funktionale Verstädterung, Städte voller Glück».
Was sich dieses Jahr im idyllischen kleinen Teich abspielt, ist wirklich einmalig:
Im gläsernen Mini-Manhattan, das die städtische Erschliessung ländlicher Regionen symbolisiert, geschieht um die Mittagszeit wundersames: wenn sich das Wasser in den Kuben erwärmt, steigen die Goldfische, diese gezüchteten Haustiere und Glücksbringer alle zusammen, oft auch im gleichen Turm auf, «ganz so, als führen sie mit dem Lift in den 25. Stock eines Hotels, um dort die Wellnessanlage zu besuchen», schreibt Max Küng in seiner Kolumne im Magazin. Für Goldfische offensichtlich kein Dichtestress aber dafür ein unerwarteter Perspektivenwechsel, indem sie plötzlich auf Augenhöhe die Besucher beäugen und so ihren Lebensraum erweitern können.
Das Werk ist originell, aber auch sozialkritisch: huber.huber weisen auch auf die Problematik hin, die im Verhältnis Mensch-Tier liegt: sie thematisieren damit auch die Überzüchtung von Tieren - nicht nur Goldfischen - zu unserem Gefallen und für unser Prestige und halten damit der Gesellschaft einen Spiegel vor.

Im Namen der Besucherinnen und Besucher und des Vorstands des Vereins der Biennale Kulturort Weiertal gratulieren wir den beiden Künstlern Reto und Markus Huber herzlich zum Publikumspreis.

Helen Lippuner, Vorstandsmitglied und Kunsthistorikerin
Weiertal, 12. September 2021

**** PUBLIKATION Widersprüchliche Bewegungsreize
Verlag Edition Patrick Frey Limmatstrasse 268 Level A, CH - 8005 Zürich

Widersprüchliche Bewegungsreize picks up where the author’s previous book, Universen (Edition Patrick Frey, 2011), left off and gives visible, palpable form to their artistic work over the past ten years, transporting the reader once again into a teeming pictorial cosmos. In contrast to Universen, however, this artist’s book features huber.huber’s photographs rather than collages and ink drawings. Presented in two-page spreads, the pictorial compositions form ascending and descending series of various lengths in which other images using other techniques are embedded. The upshot is a dazzling tapestry of images, producing a sort of visual dissonance which, in extreme cases, is liable to cause the same symptoms as motion sickness. Brief texts (translated into a total of seven different languages), ranging from succinct descriptions to associative sensory impressions, provide clues to some of the compositions and sequencing whilst also serving as agreeable interludes. A remarkably comprehensive index of nouns (e.g. “apple”, “petri dish”, “salt lake”) and adjectives (e.g. “moist”, “geometric”, “eerie”) helps to render the artists’ enigmatic visual cosmos readable.

This new artist’s book goes far beyond the mere reproduction of photographs and once again masterfully reflects huber.huber’s artistic practices in the special medium of the book.
– Mirjam Fischer

*

Das Künstlerbuch Widersprüchliche Bewegungsreize schliesst an die Publikation Universen (Edition Patrick Frey, 2011) an und macht das künstlerische Schaffen der letzten 10 Jahre in Form eines Künstlerbuchs sicht- und greifbar. Die Bildleser werden wiederum in einen wunderbar wuchernden Bilderkosmos entführt. Anders als in Universen sind nicht Collagen und Tuschezeichnungen bestimmende Bildträger, sondern der Fokus liegt ganz auf den Fotografien von huber.huber. Zu Doppelseiten komponiert bilden sie auf- und abtauchende, längere und kürzere Sequenzen, in den sich weitere Arbeiten in anderen Techniken verweben. Der schillernde Bilderteppich löst durchaus widersprüchliche Bewegungsreize aus und führt im Extremfall zu den gleichen Symptomen wie bei Reisekrankheit. Kurze Texteinträge (die in insgesamt 7 Sprachen übersetzt werden), die zwischen lapidaren Beschreibungen und assoziativen Sinneseindrücken oszillieren, bilden einen Schlüssel zu manchen Bildern oder Werkgruppen und fungieren gleichzeitig als wohltuende Pausen. Ein ungewöhnlich ausschweifender Index macht mit seinen einfachen Ding- und Eigenschaftsworten (Apfel, Petrischale, Salzsee oder feucht, geometrisch, unheimlich) den Bilderkosmos lesbar.

Das neue Künstlerbuch geht weit über die reine Reproduktion von Werken hinaus und reflektiert einmal mehr gekonnt die künstlerische Praxis von huber.huber in der speziellen Form des Buchmediums.
– Mirjam Fischer

N° 302
1. Auflage 2020
Künstlerhuber.huber
Herausgeberin Mirjam Fischer
Designer*in Elektrosmog
Gebunden, 324 Seiten, 240 Farbabbildungen, 21 × 30 cm
ISBN: 978-3-907236-02-4
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch

PAST PROJECTS___________________________________________________________

**** DAS IDEAL Rapperswilertag 2019
HSR, Rapperswil

The meeting is an annually held one-day con­ference of experts, organized by HSR Rapperswil on a current topic in landscape architecture with presentations of landscape architects, architects, artists, and experts in related fields.

Organization HSR Hochschule für Technik Rapperswil, BSLA Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen, SIA Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein

* Der Rapperswiler Tag ist eine jährlich stattfindende, ganz­tägige Fachtagung an der Hochschule Rappers­wil zu einem aktuellen Thema aus der Land­schafts­archi­tektur mit Vor­trägen von Land­schafts­architekten, Archi­tekten, Künstlern und Fachleuten ver­wandter Dis­zi­plinen.

In 11 Referaten werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Rapperswiler Tags 2019 erfahren, wie es sich in der Praxis auswirkt, wenn Gestaltungs- und Nutzungsideale aufeinanderprallen, wie urbane Landschaftsarchitektur mit Idealen umgeht und mit welchen Idealen und Realitäten die Freiraumpolitik umgehen lernen muss.

Referat TUNUNG huber.huber " (German)

**** Die Aussenprojekte INKREIS (2012) und LIEBE & VERSCHWIEGENHEITsind bis auf Weiteres in Chur zu sehen:

INKREIS (Leihgabe Stadt Chur): Fontanapark, Chur
http://www.art-public.ch/fontanapark.html

LIEBE & VERSCHWIEGENHEIT (Leihgabe Stadt Chur): Rosenhügel, Chur
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EDUCATIONAL: A WIE ATELIER

Angebot der Bildungsdirektion des Kantons Zürich

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